Verdecksysteme: Pro und Contra

Ein Cabrio ist der Traum der meisten Autofahrer. Während der Fahrt das Dach offen haben und den Fahrtwind spüren, das ist Fahrspaß pur. Damit diese Autos aber nicht nur bei Sonne gefahren werden können, besitzen sie alle wie normale Autos auch ein Dach. Bei diesem Verdeck, wie das Cabriodach auch genannt wird, gibt es unterschiedliche Bezeichnungen und Merkmale.

Das Stoffdach oder auch Softtop

Dieser Begriff bezeichnet zunächst einmal nur die Beschaffenheit des Verdecks, welches in diesem Fall auf flexiblen Materialien, in der Regel Stoff oder PVC, hergestellt ist. Bei dieser Art des Daches benötigt der Autofahrer eine gewisse Sorgfalt und ein spezielles Augenmerk. Bei vielen Modellen muss diese Art von Dach nämlich nach einem bestimmten Muster sorgfältig zusammengelegt bzw. -geklappt werden. Hintergrund sind die im Dach verbauten Teile wie beispielsweise die Heckscheibe, damit diese keinen Schaden davon tragen oder das Dach gar selber einen Schaden an den Knickstellen nimmt. Bei älteren Modellen findet sich oftmals das Scherengestänge wieder, welches dem Dach im geschlossenen Zustand die nötige Stabilität verleiht. Allerdings sind diese auch oft eine Falle für die Finger, die hier schon einmal gequetscht werden können. Darüber hinaus benötigt man neben dem Geschick auch viel Zeit und Ruhe, um diese Art öffnen und schließen zu können. Ein Stoffdach ist darüber hinaus auch ein begehrtes Ziel.

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Es kann mit einem Messer schnell und einfach eingeschnitten werden, so dass Vandalen und Diebe leichtes Spiel haben. Aus diesem Grund sollte man ein Auto mit einem solchen Dach nachts nicht auf der Straße stehen lassen, sondern es in die Garage fahren, sofern eine solche vorhanden ist. Bei älteren Modellen ist das Stoffdach zudem mit Baumwollgewebe hergestellt worden. Der Nachteil hier liegt darin, dass diese keine Nässe vertragen können. Hier besteht die Gefahr der Schimmelbildung, was ein Kunststoffgewebe vermeidet. Dieses ist allerdings nicht so widerstandsfähig in Bezug auf Reißfestigkeit.

Das Targadach

Die Bezeichnung Targa steht für ein Dach, das über ein herausnehmbares Mittelteil verfügt und einen fest eingebauten Sicherheitsbügel besitzt. Vor allem wenn zwischen dem Rahmen der Windschutzscheibe und den B-Säulen der Karosserie die Möglichkeit besteht, das Mittelteil des Daches vollständig herauszunehmen, spricht man von einem Targadach. Bestes Beispiel für diese Dachvariante bietet Porsche, wo das Targadach im Modell 911 seit Mitte der 1960er eingebaut worden ist.

Porsche 911 Targa / Foto: Porsche

Porsche 911 Targa / Foto: Porsche

Bei manchen Fahrzeugen ist die Verbindung zwischen Windschutzscheibenrahmen und der B-Säulenverbindung mit einem Steg gegeben, so dass hier teilweise auch einzelne Dachhälften entnommen werden können. Dieser Steg ist oft notwendig, damit die Karosserie ihre Steifigkeit beibehalten kann. Eine weitere Variante, die bei diesem Dachtypen eingesetzt wird, ist der sogenannte Targabügel. Dieser entspricht auch der Verbindung der B-Säulen, darf aber keinesfalls mit den automatisch ausfahrbaren Überrollbügeln anderer Marken und Modelle verwechselt werden. Welche Beschaffenheit dieses Dach aufweist, ist herstellerabhängig. Ein Targadach kann aus Stoff, Metall oder auch Glas gefertigt sein.

Das Stahlklappdach

Mit Beginn des jetzigen Jahrtausends wurde eine neue Dachkonstruktion eingeführt: das Metallklappdach. Durch diese Technik konnten Cabrios auch in der kalten Jahreszeit gefahren und auch außerhalb einer Garage abgestellt werden, sie wurden winterfest. Zudem bietet dieses Dach einen besseren Schutz, denn Vandalen und auch Diebe können hier nicht mehr so leicht in das Wageninnere eindringen bzw. das Dach zerschneiden. Ursprünglich als das Konzept der Zukunft gefeiert, ist der Trend jedoch wieder rückgängig, da dieses Dach auch einen erheblichen Nachteil birgt. Das Heck des Fahrzeuges wirkt durch dieses System wuchtiger und es geht auch gerade bei offenen Fahrten eine Menge Stauraum verloren.

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Für Cabrios aller Art und die unterschiedlichen Verdecksysteme gibt es die passenden Ersatzteile so dass ein sicherer und ordnungsgemäßer Zustand und ein gepflegtes Erscheinungsbild jederzeit wieder hergestellt werden können.

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